Ursprung

Wie ein Versprechen die Dorfstruktur in Eritrea verändert

Wenn ich in Europa überlebe und dort Fuß fasse werde ich in unserem Dorf eine kleine
Schule bauen, so das Versprechen des Abraham Haile an seine Eltern.
Er durfte als einziges Kind der Familie die Schule im acht km entfernten Nachbardorf besuchen.
Insgesamt durften nur zehn Kindern des Dorfes ( fünf Mädchen und fünf Jungen ) zur Schule gehen.
Abraham gehörte zu den fünf Jungen und schaffe als einziger Schüler des Dorfes die vier Klassen der Grundschule.
Darnach durfte er ins Internat nach Mendefera und erreichte als Einziger den Schulabschluss in der 12. Klasse.
Die Strapazen des täglichen Fußweges und die zwingende Notwendigkeit einer Schulbildung für die Kinder in den Dörfern um Adi Belsey waren die Triebfedern des Versprechens von Abraham an seine Eltern.
Nach Jahren des Aufenthaltes in Heilbronn erzählte Abraham seinen neuen Freunden in Heilbronn seine Kindheitserfahrungen und das Versprechen an seine Eltern.
Seine Aussagen und seine Bitte um Mithilfe für den Bau einen kleinen Schule im Dorf waren so überzeugend, dass keiner der Freunde diese Bitte ausschlagen wollte.
Im ersten Ansatz war auch nur von einem Schulraum und da nur von der Übernahme der Materialkosten für den Raum die Rede.
Das war für jeden der angesprochenen überschaubar und auch zeitlich begrenzt.
Was daraus wurde und wie der Verein in seinem Bemühen der Hilfe zur Selbsthilfe Schritt für Schritt weitergeführt wurde konnte keiner der Gründungsmitglieder erahnen.

"Die Menschheit schuldet dem Kind das Beste, was sie zu geben hat."

Charta der Vereinten Nationen

 

Der Verein Grundschule Adi Belsey in Eritrea e.V. fördert den Bau von Schulen, kulturellen Einrichtungen und die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen, sowie die für den Betrieb notwendige Infrastruktur in Eritrea.